Der Prüfungsmarathon ist geschafft!

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Das Prüfungswochenende bringt 59 „frisch gebackene“ Wertungsrichter, Trainer, Turnierorganisatoren und Trainerassistenten hervor – Rekord bei den Teilnehmerzahlen – 23 Prüflinge aus Bayern dabei – Gute Vorbereitung zahlt sich aus

Und wo geht’s hier zum Aufzug? Fehlanzeige: Den Kopierer musste Stephan Karaiskos im Jugendgästehaus schon selbst die Treppen nach oben schaffen. Für das Prüfungsteam blieb das aber die einzige Hürde am Prüfungswochenende vom 12. bis 14. Oktober in Schweinfurt.

Alle anderen Stufen galt es für die Prüflinge zu nehmen: Die schriftlichen Tests am Freitag und die praktischen am Samstag und Sonntag. Nie zuvor waren in der 25-jährigen Geschichte DVG so viele Prüfungen in einem Schwung abgenommen worden: 116 schriftliche, 66 mündliche und 55 praktische Prüfungen für neue Wertungsrichter, Trainer C, Turnierorganisatoren und erstmals auch für Trainerassistenten. Der GSV Bayern war mit 23 von insgesamt 59 Teilnehmern vertreten. Mit „nicht bestanden“ wurden nur 4,4 Prozent aller Prüfungen gewertet.

Diese hervorragende Quote spricht dafür, dass sich die Anwärter selbst gut vorbereitet und zudem eine hochwertige Ausbildung genossen hatten. In Bayern zählte hierzu beispielsweise die Lehrgangswoche für die Trainer-C-Prüflinge an Pfingsten in Unterspießheim. Lehrwartin Manuela Grimm hatte dabei nicht nur die organisatorische und fachliche Leitung übernommen, sondern die Teilnehmer sogar noch bekocht. Nach der monatelangen Vorbereitung waren die Prüfungstage dann der Höhepunkt der Ausbildung. Kein Wunder, dass die Teilnehmer mit viel Nervosität angereist waren. Und selbst einige Prüfer waren aufgeregt. Weil die Garde- und Schautanzausschüsse erst neu zusammengestellt worden waren, betraten auch viele von ihnen Neuland. Trotz hoher Anspannung und emotionsreicher Tage fiel das Fazit der meisten Teilnehmer am Ende sehr positiv aus. Besonders zufrieden waren Prüflinge und Prüfer dabei auch mit der „Location“. Größtes Plus: Kurze Wege. Für alle Tests sowie für die Stärkung zwischendurch und die wenigen Stunden Schlaf konnte die Gruppe im Haus bleiben, das sie sogar ganz für sich alleine hatte. Da nahm man die ebenfalls „kurzen Wege“, auf die die Choreografien wegen der kleinen Tanzräume beschränkt werden mussten, gerne in Kauf. Und selbst der Beamer an der Decke geriet bei den Hebefiguren der Schautänzer nie ernsthaft in Gefahr.

Während die Prüflinge an diesem Wochenende natürlich im Mittelpunkt standen, lobte das Prüferteam auch das hohe Engagement, mit dem die Aktiven aus verschiedenen Vereinen bei der Sache waren. Allein am Samstagvormittag stellten sie sich für 24 Solobahnen, die die Trainer-Anwärter mit ihnen einstudieren mussten, zur Verfügung. Und pro Tanz bildeten je acht Aktive eine Gruppe. Tänze für Gruppen mussten am Samstagnachmittag und am Sonntag gestellt werden.

Und das sagen die Teilnehmer zum Prüfungswochenende selbst:

Lucia Schirling, Sportwartin des GSV Bayern, die für die Organisation zuständig war:

„Alle Prüfungen sind aus meiner Sicht sehr gut gelaufen. Die Prüflinge waren bestens vorbereitet und bewiesen viel Disziplin. Besonders gefreut hat mich auch, dass sich aus den umliegenden Vereinen genügend Aktive zur Verfügung gestellt haben. Ohne sie sind keine praktischen Prüfungen möglich.“

Monja Helemann, die die Ausbildung Trainer C absolviert hat:

„Vor den Prüfungen war ich sehr nervös. Am meisten machte mir die schriftliche Theorieprüfungen Sorgen, weil ich kaum einschätzen konnte, wie intensiv und detailliert der Lernstoff abgefragt wird. Hier wäre es super gewesen, wenn wir Einsicht in die Prüfungen aus den Vorjahren bekommen hätten. Die Unterrichtseinheit am Freitag kurz vor der Prüfung war deshalb besonders hilfreich. Und dass wir während des Tests das Regelwerk nutzen durften, hat es natürlich auch erleichtert. Etwas anders habe ich die praktischen Prüfungen empfunden. Die vorbereitenden Lehrgänge fand ich besonders gut und die darin immer wieder simulierten Prüfungssituationen haben mir viel Nervosität abgenommen. Mein Fazit: Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf die Turniersaison, in der ich viele meiner Mitstreiter wieder sehen werde. Denn wir waren eine Super-Gruppe!“

Lisa Kreis, die sich als Aktive für die praktischen Trainer-Tests zur Verfügung gestellt hatte:

„Man hat den Trainer-Anwärtern die Nervosität auf jeden Fall angemerkt. Aber sie haben ihre Aufgabe super gemeistert und alles sehr professionell erklärt, was sie uns beibringen wollten. Ich habe dabei nicht nur viel gelernt, sondern hatte auch viel Spaß. Besonders habe ich mich gefreut, dass ich auch mal ein Training in Disziplinen bekommen habe, die ich sonst gar nicht tanze – zum Beispiel Charakter.“

 

Mit viel Lerneifer, Ehrgeiz und Disziplin sind die Teilnehmer beim Rekord-Prüfungswochenende bei der Sache. Die letzten Tipps von DVG-Lehrwart Oliver Nowek werden gerne angenommen.

 

GSV-Bayern • Garde- und Schautanzsportverband e.V.