Teil-Lockdown zum 2. November 2020 - Update 8. Bayer. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Update des LTVB zum Teil-Lockdown - erweiterte Ausführung zum besseren Verständnis

 

Auszug aus der Mail des Präsidenten des LTVB zum Teil-Lockdown und damit einhergehenden Einschränkungen im Sportbetrieb.

 

"zwischenzeitlich wurde die 8. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht. Der Verordnungstext ist zum Sportbetrieb leider nicht wirklich eindeutig, sondern lässt Interpretationen zu. Ich kann daher nicht ausschließen, dass der BLSV – wie bereits geschehen – eine andere Auffassung vertreten wird.

In § 10 zum Sport gilt nunmehr:

Absatz 1

„Die Ausübung von Individualsportarten ist nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Die Ausübung von Mannschaftssportarten ist untersagt.“

Absatz 3

„Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen und anderen Sportstätten sowie von Tanzschulen ist nur für die in Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 genannten Zwecke zulässig.“

Wenn man die Regelung des § 10 Abs. 1 eng verstehen will, dann ist Tanzsport ab sofort nicht mehr zulässig. Der Tanzsport gehört unstreitig zum Mannschaftssport (ausgenommen nur z.B. Tanzmariechen oder Solotänzer).

Auf der anderen Seite wäre nach der Neuregelung weiterhin Kampfsport, der ebenfalls unstreitig zu den Individualsportarten zählt, alleine oder zu zweit zulässig 

Man kann die Regelung des § 10 Abs. 1 aus meiner Sicht daher nur in einem Gesamtzusammenhang sehen. Den Begriff der „Individualsportarten“ kann man meiner Meinung nach dann – in Abgrenzung zu den Mannschaftssportarten – nur so auslegen, dass eine sportliche Betätigung (welcher Art auch immer) alleine oder zu zweit weiterhin zulässig ist. Ob die sportliche Tätigkeit mit Körperkontakt verbunden ist oder nicht, kann aus meiner Sicht dabei keine Rolle spielen. Wie oben dargestellt, wäre das Training im Kampfsport zwischen zwei Personen – das zwangsläufig mit Körperkontakt verbunden ist – als Individualsport ja weiterhin zulässig. Dann kann auch für den Tanzsport nichts anderes gelten. Alles andere wäre eine Ungleichbehandlung, die mit sachlichen Argumenten nicht begründbar wäre.

Ich halte es daher weiterhin für sehr gut vertretbar, dass man einem einzelnen Paar in den Räumen des Vereins ein freies Training (ohne Trainer und ohne Anwesenheit von weiteren Paaren in einem Saal) ermöglicht.

 Wie sich der BLSV zu der Neuregelung positionieren wird, bleibt abzuwarten. Ich persönlich gehe davon, dass er bei seiner bisherigen engen Auslegung bleiben wird, die natürlich aber – wie auch meine Einschätzung – natürlich nicht verbindlich ist. Der BLSV wird aber sicherlich nicht weiterhin behaupten können, dass Vereinsheime alternativlos geschlossen bleiben müssen. Dies ist in § 10 Abs. 3 ausdrücklich klargestellt – für „Individualsport“ dürfen die Vereinsräume genutzt werden."

 

GSV-Bayern • Garde- und Schautanzsportverband e.V.